Château Latour-Martillac gehört zu den wenigen Weingütern des Bordelais, die Rot- und Weißweine produzieren. Als Cru Classé de Graves hat es hierfür die besten Voraussetzungen mit seiner Lage in der Appellation Pessac-Léognan. Den Namen erhielt das Château von einem alten Wehrturm aus dem 12. Jahrhundert, der auf dem Areal heute noch steht. Die Eigner-Familie Kressmann leitet das Weingut bereits seit dem 19. Jahrhundert. Für die Pflege dieser Tradition sowie die verlässlich sehr hohe Qualität gilt ihr besondere Anerkennung.
Seit 1953 führt Château Latour-Martillac die Klassifikation Cru Classé de Graves. Diese Auszeichnung für Rot- und Weißweine erhielten damals lediglich 6 Châteaux in dieser Region. Die Rebfläche besteht aus 46 Hektar Rotwein- und 9 Ha Weißweinreben. Rotweine werden produziert aus 60 % Cabernet Sauvignon, 32 % Merlot und 8 % Petit Verdot. Der Ausbau geschieht 16 Monate in französischen Barriques bei einem Einsatz von 40 % neuem Eichenholz.
Auf Kieselstein-Böden mit Ton- und Kalkunterlagen profitieren die Reben von ihrer natürlichen Drainage. Von Bordeaux-Kennern besonders geschätzt werden die trockenen Weißweine von Latour-Martillac. Sorten wie Sauvignon Blanc und Sémillon punkten mit ihrer frischen Säure und Mineralität. Ihre Stilistik lässt Noten von Zitrus, weißen Blüten und Feuerstein entstehen. Dank sehr gutem Reifepotential der Weißweine können diese sich zunehmend im Laufe der Jahre entwickeln. Neben dem Grand Vin produziert das Château einen weißen und roten Zweitwein unter dem Etikett „Lagrave-Martillac".
Appellation Pessac Léognan Contrôlée, Rebsorten: 60 % Cabernet Sauvignon, 32% Merlot, 8 % Petit Verdot, 16 Monate gereift in Barriques, 40 % davon neues Holz
Perfekt gelagert und gereift seit Kauf en primeur ab Château, zu genießen bis nach 2044, Füllstand hf high fill
Verkostet April 2026:
2018 Château Latour-Martillac mit dichtem, dunklem Purpurrot, komplexe Aromen aus Blaubeeren, schwarzen Johannisbeeren, reifen Pflaumen und Lakritze. Im Mund frische Frucht, die seidig und sehr aromatisch sich ausbreitet. Fein gezeichnet das Tannin, am Gaumen viel dunkle Beerenfrucht, die sanft am Gaumen wirkt. Der Wein besitzt jetzt schon ein gutes Stück Harmonie und Balance mit guter Länge im Nachhall. Gegenüber der Verkostung in 2022 zeigt er jetzt schon wie wunderbar er zu reifen vermag.
Wine Enthusiast 95
James Suckling 93-94
Decanter 94
Jeff Leve, The Wine Cellar Insider 93
Falstaff 93:
"2018 Vintage Tasted: Feb 2021
Dunkles Rubingranat, gute Tiefe, violette Reflexe, zarte Randaufhellung. Tabakig-kräuterwürzig unterlegte dunkle Beerenfrucht, zarte Holzwürze. Mittlerer Körper, frische Kirschen, lebendig strukturiert, integrierte Tannine, bereits entwickelt, ein vielseitiger Begleiter bei Tisch. (2020–2040)"
43,50 €
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