1923 schlossen sich im Chablis mehrere Winzer unter der Führung von Abbé Balitrand zusammen. Damit wollte man die wirtschaftlichen Probleme der Weinvermarktung in dieser Zeit besser überstehen. Als Genossenschaftskellerei lieferten sie ihre Produktion bis 1950 an La Chablisienne, die Winifizierung und Verkauf abwickelte. La Chablisienne steigerte jedoch bald die Qualität mit einem eigenen Stil. Von den Winzern erhielt man den Most (unvergorenen Saft) einzelner Parzellen und übernahm die vollständige Weinherstellung. Durch sorgfältige Zusammenarbeit aller Beteiligten entstanden Weine, deren Qualität schon länger außergewöhnliches Renomee genießen.
Das Chablis als nördlicher Teil des Burgund baut auf ca. 5.800 ha Rebfläche ausschließlich Chardonnay-Reben an. Das einzigartige Terroir bilden die mineralischen Böden aus Kimmeridge-Kalk. Denn sie verleihen dem Chardonnay seinen typisch mineralischen Geschmack und der Region bereits lange Tradition. Die Weine des Chablis schätzen Kenner wegen ihrer Salzigkeit, Frische und Feinheit. Als typische Aromen gelten Zitrusfrüchte, grüner Apfel, feine Kräuter oder auch nasse Steine oder Feuerstein. Die Appellation unterscheidet vier Qualitätsstufen: Petit Chablis und Chablis werden erklärt für leichte, frische Weine oder auch als Basis klassisch trocken bzw. mit mineralischer Stilistik. Chablis Premier Cru (1er Cru) stehen für komplexe, langlebige Weine in besseren Lagen. Chablis Grand Cru wird in lediglich 7 Lagen geerntet.
Appellation Chablis 1er Cru Contrôlée, Rebsorte: Chardonnay
Tim Atkin 92
Wine Spectator 90
Verkostet Januar 2025:
2020 Chablis 1er cru Vaulorent mit hellem Goldgelb, feine Aromen von Mandeln und weißen Blüten. Im Mund wirkt der Chablis cremig, die reife Frucht zeigt sich mit dichter Textur. Lange haftet der Wein am Gaumen und hinterlässt einen ausgeprägten Nachhall.
35,00 €
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